„Z wie Zukunftswerkstatt“ in Coesfeld und Recklinghausen
„Wenn ich denen das alles erzähle, was wir hier an Ideen erarbeitet haben, die fallen mir rückwärts vom Stuhl!“ Franz Potthoff, Vorsitzender der Kolpingsfamilie Darfeld, und sein Teamkollege Johannes Droste freuen sich schon auf die nächste Vorstandssitzung. Von Aufbruchstimmung ist die Rede, von praktikablen Modellen für die zukünftige Verbands- und Verbandsarbeit. Sogar das Wort „Euphorie“ macht die Runde.
Wie werden die Kolpingsfamilien (KF) in den Kreisverbänden Coesfeld und Recklinghausen im Jahre 2017 von den Mitbürgern ihrer Gemeinden wahrgenommen, welches Profil will man bis dato erreichen?
„Dieses Projekt soll dazu beitragen, die örtliche Effizienz in der ehrenamtlich durchgeführten Bildungs- und Aktionsarbeit der KF zu verbessern. Mit einem gemeinsam entwickelten Plan für die Umsetzung der eigenen Ideen wird jedes Team nach Hause gehen“, so die Intention der Referenten Andreas Fritsch (Pastoralreferent aus Münster), Kathrin Nike Raps (Leiterin des Kolping – Bildungswerkes), und Ursula Hüllen (Kolping – Diözesanseelsorgerin).
Hoch motiviert ging man zu Werke: Im Laufe der beiden Tage umkreisten die vielen eng beschriebenen Plakatwände den Seminarraum. Aufgabe von Andreas Fritsch war es, diesen Input zu kanalisieren. „Festzustellen, dass fast alle KF die gleichen Probleme haben, baut auf und motiviert, diese anzupacken“, findet Monika Kurzer von der KF Senden. Trotz des langen Tages hätte sie sich gern noch abends weiter mit den anderen Kolpingern ausgetauscht.
„Ehrenamtliche Aktivität soll eindeutig und überschaubar sein“, so Kolping Regionalreferent Bernhard Arning. „Wir bieten an, die Koordinierung und Umsetzung der von den KF beschlossenen Pläne mit unseren Fachreferenten zu begleiten.“ Überhaupt: „Gemeinnützige Arbeit muss mit Steuervergünstigungen belohnt werden“, plädiert Arning und verweist auf die entsprechenden Reformpläne des Bundeskabinetts zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements. „Dieser Trend stärkt die konkrete Aufgaben orientierte Ehrenamtstätigkeit in Teams und Gruppen und fördert so Städte und Gemeinden.“
„Man lernt neues methodisches Arbeiten kennen und selbstständig anwenden“, nehmen Hermann Osterkamp von der KF Dülmen und Volker Martschei von der KF Coesfeld-Zentral mit. „Man weiß, worauf man achten kann“. Alexander Bjelos holte sich das Rüstzeug für den Aufbau einer neuen Jugendgruppe. Ein wahrhaft zukunftsweisendes Projekt für den jungen Mann aus der KF Bork.
„Warum tue ich mir das eigentlich an?“, habe Irmgard Kleine Vorholt von der KF Lembeck mit Blick auf ein arbeitsintensives Wochenende noch tags zuvor gedacht. Und doch, es habe sich sehr gelohnt, resümiert sie. „Alles ist nicht möglich, aber wir werden sehen, welche Ziele wir bis Ende 2008 erreichen.“ Zuerst wird sie die Mitgliederkartei durchforsten. Dort finden sich sicherlich Kolpinger, die „man einfach mal zur Mitarbeit ansprechen kann.“
Der Wunsch aller Teilnehmer: Sie wollen sich noch einmal treffen, um voneinander zu lernen und zu hören, wie es voran geht.
Das Kolpingwerk Diözesanverband (DV) Münster bietet die Z wie Zukunftswerkstatt allen Kreisverbänden, von den Münsterlandkreisen bis zum Niederrhein, an.
Text und Fotos: Rita Kleinschneider

